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Fait Banser - der Knipser

           1. FC Magdeburg - FC Anhalt Dessau
                                4   :   0     
 
                

Magdeburger beherrschten Dessau klar.

Guter Andrang beim ersten Spiel vorm sommerlichen Casino                            Papagei-Krickel konnte herumalbern, dank Dauerkarte

 

 

 

 

 


 

Die Sommerpause ist vorbei, - der Sommer selbst war an diesem 3. August (natürlich) trotzdem noch in Hochform.
Am lang erwarteten ersten Spieltag der Oberliga Süd waren deshalb die Spieler nicht zu beneiden. Brütende Hitze im Grubestadion ohne ein kleines Lüftchen bedeutete pure Strapaze für beide Teams.
Über 2000 Fans füllten das Stadion. Zufriedenstellend. Magdeburg war also gespannt auf den neuen FCM. Hatte die Mannschaft doch in der Vorbereitung bereits gefällige Leistung gezeigt.
Aber dies ist nun schon wieder Geschichte. Was wir jetzt sehen wollten, war die Eins-zu-eins-Umsetzung im Oberliga-Alltag.  
Mit den stark geschwächten Dessauern, die übrigens ihre neuen Polen mangels Spielberechtigung nicht auflaufen lassen durften, wurde der FCM von einem seiner (ehemals ungemütlichen) Angstgegner gefordert. Trotzdem war ein Sieg für Blau-Weiß Pflicht.
Und vorneweg, - diese Aufgabe wurde mit Bravour erfüllt!

Dessau hatte Anstoß und sie fabrizierten mit dem anfänglichen Ballbesitz auch gleichzeitig ihren längsten und einzigen Spielfluss.  
Magdeburg kam nämlich schnell rein und hielt die Gäste von Anfang an von der eigenen Hälfte fern.
Mit feinem Fuß wollte man jetzt dem Gegner schnell den Zahn ziehen. Dessau zog sich im Halbkreis um den eigenen Strafraum und verdichtete die Räume. Angetrieben wurden sie dabei vom eigenen, äußerst rührigen Spielertrainer (37 Jahre alt, ihr bester Mann). Die Vorzeichen des Spiels bewahrheiteten sich also. Der Club ist Chef.
Aber: Die Führung in dieser ersten Hälfte blieb aus. Woran lag´s? Nun, das war einem FCM geschuldet, der es einfach zu gut machen wollte. Technische Finesse und Verspieltheit, ellenlange Kombinationen und dann wieder etwas zu geduldige Hinhaltetaktik sowie zuweilen eine priese Standfußball waren der Grund dafür, warum der Ball nicht im Dessauer Netz zappelte. Kann man das gegen eine 11-Mann-Abwehr machen? Fraglich. Dazu kamen unglückliche Schiri-Entscheidungen und Pech.
Ein halbes Dutzend Chancen wurden nicht umgemünzt. Da war z. B. Kalles guter Distanzschuss, den ein Dessauer Fuß knapp abwehrte. Oder Schmeißer: Er ging oftmals in den Strafraum des Gegners hinein wie in Butter, der Abschluss gelang hingegen nicht. Bis zur Pause versuchten es noch Woitha, Kreibich und als letzter Banser mit dem Kopf.

Nach der Pause war diese Spielerei zu Ende. Ernst komm ran! 
Und es war wiederum Fait Banser, der den Geist aus der Flasche ließ und den Führungstreffer (diesmal mit Fuß) markierte. Er nutzte dabei einen Abpraller und staubte ab - unten rechts flach ins Tor (49.). Na bitte! Endlich war der Knoten geplatzt. Alle Hoffnungen des Gegners auf einen Punkt aus der Landeshauptstadt verflüchtigten sich schlagartig. Denn bis auf eine einzige Konterchance in der 55. war von ihnen nichts zu sehen.
Und Banser war mit ihnen noch nicht fertig. 
Mit seinen zwei weiteren Treffern (einmal sogar per sehenswertem Kopfballtreffer ) markierte er einen Hattrick (= drei Treffer desselben Schützen in einer Halbzeit in Torfolge) zum hochverdienten 3:0!
Das Spiel war jetzt entschieden, wurde offener, Dessau stehend k.o. - Man fragte sich, wie viele Tore die Fankurve noch zu sehen bekommen würde...? 
- Tja, es sollte "nur" noch eines werden. Aus dem alleinigen Tabellenspitzenplatz wurde nichts...
Dabei hatte Andre Schmeißer zwischenzeitlich noch ein paar gute Aktionen, vergab aber mit Kopf (70.) und Fuß (74.)
Oder Kreibich: Er wollte in der 75. min noch ablegen, als er selber schon aussichtsreich vorm Tor stand. Doch neben ihm stand keiner.
Na wenigstens machte Timm es besser, nämlich als er vier Minuten später den herauslaufenden Torhüter mit einem Heber verlud und ins leere Gehäuse zum Endstand einschob (79.).
Abpfiff - Ausklang - Perfekt !

Der Einstand ist damit mehr als gelungen. - Der FCM spielt wieder mit. Die Zuschauer konnten sich letztendlich überaus gelöst bei den jungen Kickern des 1. FCM bedanken. So kann und soll es weitergehen.

Danke für einen schönen Heimsieg!

PS: Ist der symbolisch wichtige Tabellenplatz jetzt zu halten? Ist er vielleicht sogar eine Priese zusätzlicher Herausforderung? Auf den weiteren Verlauf der Saison kann man wohl sehr gespannt sein...  
Gegen Neugersdorf wird sich zeigen, ob wir auch mit einem favorisiertem Gegner und auf fremdem Platz klar kommen. Na das gucken wir uns doch an!

Noten
Abwehr 2 Blieb eigentl. ungefordert, aber hat
einen "Eindringling" zugelassen

1 - sehr gut
2 - gut
3 - ging so
4 - mit Patzern
5 - schlecht

Mittelfeld 1 wurde vom FCM beherrscht
Sturm 2 standesgemäßes Ergebnis 
Clubfans 2 Tore beflügelten die Schwitzenden

 

Gegner  3 Bemitleidenswert. - Viel Glück beim
Unternehmen Klassenerhalt, ehrlich gemeint.   

Bester Mann:





ganz klar:

Fait Banser

- Held des Tages -